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Im äußersten Westen
Nepals,
im abgelegenen Bergland hoch über dem Karnali-Fluß,
beginnt unser Pilgerweg. Erst durch grüne Felder und kleine
Dörfer, später durch karges Hochgebirge folgen wir, wie
seit Jahrhunderten Pilger und Karawanen, dem Fluss, der am Fuß
des heiligen Berges entspringt, bis nach Tibet hinein. Als wir unser
Zeltlager am Ufer des türkisblauen Manasarovar-Sees aufschlagen,
erblicken wir im Sonnenuntergang zum ersten Mal den Schneedom des
Kailash. Schon hier treffen wir auf viele Pilger der vier Religionen,
für die der Kailash das größte Heiligtum darstellt.
Gemeinsam mit ihnen machen wir uns auf den Weg. Mani-Mauern und
Gebetsfahnen säumen diese 56 km lange Kora um den heiligen Berg,
ganz besonders auf dem höchsten Punkt, dem 5600m hohen Pass
Dölma-La. Neben dem hellen Manasarovar-See, dem dunklen
Raksastal-See und dem Kailash selbst, gehört auch der Ort
Tirthapuri, weiter im Westen an den Ufern des Sutlej, zu diesem
heiligen Bezirk. Die heißen Quellen und die mineralhaltige Erde
dort haben seit jeher eine wichtige Rolle in der tibetischen Medizin
gespielt. |
| Versteckt
in den Bergen
treffen wir auf
ein großes Kloster der vor-buddhistischen Bön-Religion,
auch für ihre Anhänger ist die Kailash-Region ein heiliger
Ort. Durch die Weiten des Hochlands von Westtibet fahren wir nun,
begleitet von Nomaden mit ihren Yakherden, Gazellen und Wildeseln,
auf abenteuerlichen Straßen, vorbei an den höchsten Bergen
der Welt, zurück nach Kathmandu. |

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