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Vor der Besetzung durch
die
Chinesen
war Tibet mehr als doppelt so groß wie die heutige Autonome
Provinz Tibet. Die weiten Regionen von Amdo und Kham, d.h. das ganze
ehemalige Osttibet, wurden den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai,
Sichuan und Yunnan einverleibt. So beginnt unsere Reise auch mitten
in China, in der Stadt Lanzhou an den Ufern des Gelben Flusses. In
schwindelerregenden Kurven schlängelt sich die Straße vom
Tal des Huang He hinauf auf über 3000m Höhe, vorbei an
meist moslemischen Orten, zu grünen Hochlandweiden und den
goldenen Dächern des Labrang-Klosters. Ganz in der Nähe der
Stadt Xining, der Hauptstadt der Provinz Qinghai und eher Zentrum der
chinesischen Moslems, liegt ein weiteres großes Kloster der
tibetischen Gelugpa-Sekte, Kumbum. Über den Sonne- und Mond-Pass
erreichen wir das türkisblaue Meer Qinghais, den Koko-Nor. An
seinen Ufern leben Nomaden mit ihren Yakherden und kleine, versteckte
Klöster sind das Ziel zahlreicher Pilger. Weiter nach Westen
erstreckt sich ein unwirtliches Wüstenplateau, berühmt
berüchtigt durch die chinesischen Straflager, die hier errichtet
wurden. Trotzdem treffen wir immer wieder auf kleine Orte, in denen
Tibeter, Chinesen, Mongolen und Moslems zusammenleben. Grün und
üppig ist dagegen die Vegetation an den südlichen Hängen
des Himalaya. |
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Dem Oberlauf des Yangtse und
des Mekong
folgen wir durch atemberaubende Schluchten, vorbei an einsamen
Klöstern durch das Land der Khampa-Tibeter; entdecken ganz
„alpenländische“ Architektur in Zhongdian; verbringen einige
Tage bei den Mosu am geheimnisvollen Lugu-See, reisen auf den Spuren
von Alexandra David-Neel durch das „Land der Yis“ weiter Richtung
Lijiang. Hier leben die Naxi, ein weiteres, tibetisches Volk, mit
ganz eigener Kultur, und Lijiang ist eine der schönsten
Altstädte Chinas/Tibets.
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